Bürgerhaushalt 2019

Sechs Vorschläge für den Osten
Die Bürgerinnen und Bürger haben gewählt und damit entschieden, welche Vorschläge aus dem Bürgerhaushalt von der Verwaltung näher geprüft werden. Insgesamt werden 130 Projekte genauer angeschaut: zum einen die 100, die am häufigsten mit „gut“ bewertet wurden, hinzu kommen die beiden meistgenannten Vorschläge aus jedem Stadtbezirk. Wenn die Verwaltung geprüft hat, wird der Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsplanberatungen über die Vorschläge beraten und beschließen. 


Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, 
sind Sie „politikmüde“? „Es bringt ja eh nichts, sich zu engagieren – die da oben machen sowieso was sie wollen“, hört man oft in diesem Zusammenhang. Mit dem Stuttgarter Osten im Blick lässt sich diese Behauptung schnell entkräften. Meine persönliche Erfahrung ist, dass es sehr wohl etwas bringt, sich politisch einzusetzen. Das möchte ich an einigen Beispielen aus dem vergangenen Jahr belegen.
Jüngstes Beispiel war das neue Bäderkonzept der Stadt mit seinen stark reduzierten Öffnungszeiten. Im Leo-Vetter-Bad wäre demzufolge in den Sommermonaten gar kein öffentlicher Badebetrieb mehr möglich gewesen. Das hat im Bezirksbeirat und in der Bevölkerung (wie auch bei ähnlichen Fällen in anderen Stadtteilen) einen Aufschrei ausgelöst. Mit der erfreulichen Folge, dass die Pläne aufgeschoben wurden. Sie werden sicher nicht in der bevorstehenden Sommersaison umgesetzt und höchstwahrscheinlich noch einmal überarbeitet. 


Tagsüber mehr Parkplätze – teuer erkauft

  Auswirkungen des Parkraummanagements
Im Dezember vergangenen Jahres wurde das Parkraummanagement (PRM) im Stuttgarter Osten eingeführt. Seit bald vier Monaten herrscht Gebührenpflicht in großen Teilen von Gablenberg und Ostheim. Das soll Pendler abschrecken, und tatsächlich findet sich jetzt tagsüber leichter ein Parkplatz. Abends und nachts ist die Situation aber unverändert: Die Anwohner müssen trotz ihres Parkausweises teilweise lange nach einem Platz für ihr Auto suchen. 
Tagsüber sei es „jetzt viel einfacher einen Parkplatz zu finden“, hat Marion Sommer festgestellt. Der Nachteil: „Man muss halt zahlen“, bedauert die Mitarbeiterin der Allianz-Agentur Mühlhäuser. Direkt am Arbeitsplatz in der Gablenberger Hauptstraße kann sie ihr Auto ohnehin nicht abstellen, weil dort eine Kurzparkzone ist. Deshalb parkt in einer der Seitenstraßen. Dort sei die Situation weniger angespannt ist als zuvor, was sie positiv bewertet. Allerdings muss die Pendlerin für acht Stunden mehr als sieben Euro berappen, das Tagesticket liegt bei 8,60 Euro. Das summiert sich bei fünf Arbeitstagen in der Woche.


Hinter die Kulissen schauen

125 Jahre Karl-Olga-Krankenhaus
Ein Krankenhausaufenthalt ist nur selten ein erfreuliches Ereignis. Umso spannender hingegen kann ein Blick hinter die Kulissen sein. Nach dem 125-jährigen Jubiläum des Diakonissenmutterhauses der Olgaschwestern in Stuttgart im letzten Jahr, wird in diesem Jahr nun auch das Karl-Olga-Krankenhaus sein 125-jähriges Jubiläum festlich begehen und nimmt dies zum Anlass für einen Tag der offenen Tür. 
Ob Patienten, Angehörige, Mitarbeiter oder einfach nur Interessierte: Besucher können am Samstag, 6. April von 11 bis 17 Uhr einen Einblick in sonst für die Öffentlichkeit unzugängliche Bereiche nehmen und das Haus bei einer der angebotenen Hausführungen mal von einer anderen Seite kennenlernen. So bietet sich die Gelegenheit, die zwei hochmodernen Linksherzkatheterlabore zu besuchen, in denen alle interventionellen Eingriffe am Herzen und den großen Gefäßen, einschließlich moderner Herzschrittmacher-/Defibrillatorimplantationen, vorgenommen werden. 


„Leo“ auch in diesem Sommer offen

Bäderentwicklungsplan verschoben
Die Stadt Stuttgart wird ihren Bäderentwicklungsplan 2030 in der Sommersaison noch nicht umsetzen. Das sind gute Nachrichten für Schwimmerinnen und Schwimmer im Stuttgarter Osten, denn damit bleibt das Leo-Vetter-Bad in diesem Sommer wie gewohnt geöffnet. 
Das Konzept der Bäderbetriebe beinhaltet unter anderem verkürzte Badezeiten für die Öffentlichkeit in mehreren Bädern. Davon sollten Vereine und Schulen profitieren und mehr Nutzungszeit bekommen. Begründet wurde dieser Vorschlag auch mit dem Fachkräftemangel in den Bädern.  
Das Leo-Vetter-Bad wäre demnach in den Sommermonaten, während der Freibadsaison, komplett für die Öffentlichkeit geschlossen worden. Ausgerechnet „das Leo“, das ja über eine Liegewiese im Freien verfügt – das erschien vielen Nutzern paradox. Zumal zumindest in den Sommerferien das Bad kaum durch Schulen und Vereine genutzt werden dürfte. 


Jetzt schnell anmelden

Lange Ost Nacht am 20. Juli
Man kann noch mitmachen bei der schönsten und größten Partynacht des Stuttgarter Ostens am Samstag, 20. Juli. Maike Fischer, die die Lange Ost Nacht koordiniert, nimmt sowohl fürs Kulturprogramm als auch für die Straßenstände noch Anmeldungen entgegen. Offiziell ist der Anmeldeschluss am Sonntag, 31. März, aber auch Nachzügler bekommen noch eine Chance. Sie sollten sich aber sputen und sich möglichst schnell melden. 


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