Großes Interesse an Räumen im Depot


Noch kein Beschluss über Wohnbebauung im Park


Die Zukunft der Villa Berg und ihres Parks ist weiterhin ungewiss. Der Stuttgarter Umwelt- und Technikausschuss hat den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vertagt.


SSB stellt Pläne im Ausschuss Ostheim vor


Bis Ende 2015 will die SSB ihr Gelände beim ehemaligen Straßenbahndepot, das Ostendzentrum, Schritt für Schritt neu gestalten. Ein neuer Marktplatz, Neubauten mit Mietwohnungen, betreuten Seniorenwohnungen und einer Pflegestation sind vorgesehen. Besonders spannend für den Stadtteil wird die künftige Nutzung des Depots. Interessenten dafür gibt es genügend, wie bei der Sitzung des Ausschusses Ostheim deutlich wurde.

SSB-Architekt Jürgen Plesse stellte den aktuellen Stand der Planungen im Ausschuss Ostheim vor. Weil das Theater im Depot schon Ende dieses Jahres umziehen wird, geht es jetzt zügig voran. 2011 soll das im Jahr 1909 als Straßenbahnhalle gebaute Depot komplett energetisch saniert werden. Danach ziehen wieder Mieter ein. Fest steht, dass die bisherigen Nutzer des Erdgeschosses - die Kulissenmaler des Alten Schauspielhauses, die Fahrbücherei und das Gemeinwesenzentrum – dabei sind. Der bisherige Theaterbereich im ersten Stock geht teilweise ans Jugendhaus, das aus der benachbarten Wagenhalle umzieht. Sein neues Raumprogramm entspreche ungefähr dem bisherigen „und noch ein bisschen mehr“, sagte Plesse.


Doch kein Bolzplatz anstelle der Opernbühne
Im Bereich der bisherigen Opernbühne war zunächst an einen öffentlich zugänglichen Bolzplatz mit Kunstrasen gedacht. Das hätte Bezirksbeirat und Jugendhaus gefallen, war für die SSB allerdings eher eine Notlösung. Die Erstellung von Bolzplätzen sei eigentlich eine öffentliche Aufgabe, stellte Plesse klar, der mittlerweile andere Anfragen für diese Räume hat, so vom Alten Schauspielhaus. In der Ausschusssitzung meldeten sich weitere Interessenten zu Wort: Auch die Freie Tanz- und Theaterszene suche eine neue Bleibe, berichtete eine Vertreterin der Künstler. Jugendrätin Maria Brenner fragte nach Möglichkeiten für ein Jugendcafé und die Initiative Stadtteilzentrum könnte sich gut vorstellen, im Depot Räume für die Bürger zu betreiben. „Wir befinden uns noch in der Anfangsphase der Überlegungen“, sagte Plesse.


Alte Wagenhalle wird abgerissen
Wenn das Jugendhaus ins Depot umgezogen ist, kann dessen bisheriges Domizil, die alte Wagenhalle, abgerissen werden. Damit ist der Weg frei für die weiteren Projekte auf dem Gelände.
Dazu gehört ein Neubau in Z-Form mit einer zweigeschossigen Tiefgarage. In diesem ist Platz für eine Kita, für die Jugendmusikschule und für Gastronomie. Außerdem sind 38 betreute Seniorenwohnungen vorgesehen, zwölf weitere barrierefreie Wohnungen und eine Pflegestation mit 50 Plätzen. Insgesamt sieben Stockwerke soll das Gebäude hoch werden, mit verschiedenen Stufen und viel Grün auf den Dächern.
Nach dem Bau des Z-Gebäudes will die SSB in Verlängerung der Ostendstraße 69 einen Neubau mit Gewerbefläche im Erdgeschoss und 30 Wohnungen erstellen. Abgebrochen und neu gebaut werden sollen auch die Landhausstraße 195-201, während die Nummern 191 und 193 der Landhausstraße saniert werden. Inmitten dieser Neubebauung liegt der Marktplatz, der ähnlich groß wie heute, aber regelmäßiger geschnitten sein wird.


ostendareal.jpg: Der Abriss der Wagenhalle (links, jetzt Jugendhaus) macht den Weg für eine Neuordnung am Ostendzentrum frei.  Foto: aia