Wertvoll für die Stadt

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bezirksvorsteherin überreicht Ehrenmünzen
„Jeder dritte Stuttgarter engagiert sich ehrenamtlich“, sagte Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier beim Bürgerempfang im Dezember. Wobei auch die Stuttgarterinnen ausdrücklich genannt sein sollten, denn sie seien unter den Freiwilligen sogar in der Mehrzahl, so Strohmaier. Stellvertretend für all die anderen Aktiven, ohne die so vieles im Stadtbezirk nicht liefe, schlägt der Bezirksbeirat regelmäßig einzelne Ehrenamtliche für ihre besonderen Verdienste für die Ehrenmünze der Stadt Stuttgart vor.

Norbert Nörpel, der Vorsitzenden des Männergesangvereins Berg, Georg Chatzitheodoru vom Theater-Restaurant Friedenau, Anja Schumann von der Hausaufgabenbetreuung der Stadtteilbibliothek und Ali und Meral Nemez vom Berger Lädle haben ihre Auszeichnung bereits in den beiden Vorjahren erhalten. Sie waren aber zum Bürgerempfang noch einmal eingeladen. Neu geehrt wurden Sebastiano Barresi, Gebhard Nanz und Christiane Schomburg. 
Letztere hat das Stadtteil- und Familienzentrum Gaisenhaus nicht nur gegründet, sondern zehn Jahre lang ehrenamtlich organisiert und betrieben. Erst seit der aktuellen Haushaltsperiode wird es wie die anderen Familienzentren der Stadt hauptamtlich geführt, mit einer halben Personalstelle. Es sei beeindruckend, was hier aus einer Krabbelgruppe heraus entstanden und den anderen Familienzentren auch nicht nachgestanden sei, sagte die Bezirksvorsteherin: So gehörten Elternseminare, Frühstücke, der Musikgarten oder die Bewegungsbaustelle zum Angebot. 
Für den Garten-, vor allem aber für den lokalen Weinbau investiert Gebhard Nanz schon seit Jahrzehnten eine Menge Zeit. Seit 1981 ist er im Wein- und Obstbauverein Gablenberg WOVG aktiv, 14 Jahre lang war er Kassier und ist auch jetzt weiterhin im Beirat des Vereins vertreten. So plant er verschiedene Aktivitäten und wirkt tatkräftig im Weinbergteam mit.
Die dritte aktuelle Ehrenmünze ging an den Mann, so Strohmaier, der „den Stuttgarter Osten elektrifiziert“. Denn Sebastiano Barresi sei „nicht wegzudenken von unseren Stadtteilaktivitäten“: Der Elektriker, der mit dem Geschäft ElKoop Hammer in der Ostendstraße ansässig ist, sorgt dafür, dass bei den Festen im Stadtteil der Strom fließt, ob nun beim Brunnenfest des Handels- und Gewerbevereins oder bei der Langen Ost Nacht. Gerade bei letzterer ist er mit Auf- und Abbau buchstäblich Tag und Nacht im Einsatz und permanent an seinem „Notfalltelefon“ gefragt. Damit nicht genug, er hat zudem in diesem Jahr die Federführung bei der Organisation der großen Stadtteilparty übernommen und damit ihr Ende abgewendet. Er hoffe, dass die LON auch in Zukunft stattfinde, sagte Barresi bei der Verleihung der Ehrenmünze und entgegnete dem vielen Lob in schwäbischer Bescheidenheit: „Der Strom wird mir zur Verfügung gestellt!“ Dann muss die korrekte Formulierung wohl heißen, dass er ihn in die richtigen Bahnen lenkt. Auch im Handels- und Gewerbeverein Stuttgart-Ost ist Barresi nicht nur Vorstandsmitglied, sondern immer zur Stelle, wenn es anzupacken gilt, sei es beim Anbringen der Weihnachtsbeleuchtung oder anderem. Im Museumsverein MUSE-O hat er als Kassierer ebenfalls eine verantwortungsvolle Aufgabe inne.   aia
 
Bezirksvorsteherin Tatjana Stromaier überreicht Sebastiano Barresi die Urkunde und die Ehrenmünze.
Gebhard Nanz.
Christiane Schomburg.