Die „neue 64“ fährt

 
 
 
 
 
 
 
 
Großer Bahnhof für einen kleinen Bus: Die Stimmung war schon fast ausgelassen, als der schwarze Kleinbus der neuen, erweiterten Linie 64 am Buchwald eintraf und mit einer Wolke roter Luftballons begrüßt wurde. An der „Jungfernfahrt“ durch den Wald nahmen neben Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier mehrere Vertreter von Handel und Gewerbe und der Vereine auf der Waldebene teil. Aber auch ganz „normale“ Fahrgäste stiegen zu, nicht nur auf dem Abschnitt zwischen Stelle und Frauenkopf, der schon bisher bedient wurde, sondern auch auf der neuen Strecke zwischen Buchwald und Stelle. 
Bei der ersten Runde war der Bus mit seinen 25 Plätzen, davon 13 Sitz- und 12 Stehplätze, voll belegt. Sind es in Zukunft regelmäßig nur halb so viele Fahrgäste, dann hat die Linie auch eine Zukunft. Das hoffen all diejenigen, die sich jahrelang für diese Verbindung eingesetzt haben. Sie wird vorläufig als Pilotprojekt bis Ende 2018 vom Unternehmen GR Omnibus im Auftrag der SSB gefahren. Die schwarzen Diesel-Kleinbusse, die die Abgasnorm Euro 6 erfüllen, blitzen noch nagelneu. 

Ein ähnliches Vorgängermodell war bereits auf dem Frauenkopf unterwegs und wurde jetzt ausgetauscht und durch ein zweites Fahrzeug ergänzt. Die spritzigen Sprinter verfügen über eine Rollstuhlrampe, die mit einem Griff ausgeklappt werden kann. Direkt vorne hinter dem Fahrer ist Platz für Rollstühle oder Kinderwagen. Insgesamt rund 15 Minuten dauert die Fahrt vom Buchwald zum Endhalt Frauenkopf, bis zum Waldparkplatz sind es gerade drei Minuten. Wochentags wird der Bus ab 14.23 Uhr bis 19.43 Uhr alle 20 Minuten fahren, bis 21.53 Uhr dann noch alle 30 Minuten. Auf der Waldebene Ost schüttelt es zwar die Fahrgäste etwas durch, diese Straße soll aber im Herbst saniert werden. Problemlos funktionierte der Begegnungsverkehr mit den beiden Kleinbussen. 
„Wir sind froh, dass es überhaupt zu dieser Buslinie gekommen ist“, sagte der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins Gablenberg, Peter Metzler, nach der ersten Fahrt. Er hofft, dass die Linie gut genutzt und dann doch bis zum Ostendplatz verlängert wird, was sich die Initiatoren gewünscht hätten. Denn das würde die Zahl der Fahrgäste sicher noch einmal stark erhöhen, ergänzte Thomas Rudolph als Vorsitzender des HGV Stuttgart-Ost. Vorläufig müssen die Fahrgäste bis zum Buchwald noch die Linie 45 nutzen; die Anbindung klappte am ersten Tag aber bestens. aia
 
Die ersten Fahrgäste an der Haltestelle Buchwald. 
Michael Harnisch vom HGV Gablenberg und der Spvgg Stuttgart-Ost schmückt den Kleinbus. 
Alle Sitzplätze und auch die Stehplätze waren belegt.