Baugrube Klingenstraße

Ab Oktober soll weitergebaut werden
Schon seit geraumer Zeit klafft hinter dem Bauzaun an der Klingenstraße 101-105 ein Loch. Ab Oktober hofft der Bau- und Wohnungsverein weiterbauen  zu können – allerdings nicht das ursprünglich geplante Jugendwohnheim, sondern ein „normales“ Wohnhaus. Man wolle Wohnraum zum günstigen Preis schaffen, sagte Vorstandsmitglied Jürgen Oelschläger, ließ sich aber nicht auf die künftige Miethöhe festlegen. 

Zwei Jahre Planungen waren weitgehen dahin, als vor knapp einem Jahr der Projektpartner ausstieg. Eigentlich wollte der Bau- und Wohnungsverein zusammen mit dem Verein für Internationale Jugendarbeit ein Wohnheim für junge Menschen mit insgesamt 78 Plätzen erstellen. Doch der Partner stieg aus, weil er – unabhängig von diesem Projekt – in finanzielle Schieflage geraten war. Die Suche nach einem neuen Träger für das gleiche Konzept blieb erfolglos, sodass der BWV schließlich auf einen neue Nutzung umschwenkte und neu planen musste. Nun sollen 31 Wohnungen zwischen 48 und 104 Quadratmetern geschaffen werden, mit der Zielrichtung „preiswertes Wohnen mit kompakten Grundrissen“. Bei der Frage nach der Miete, die von der Fraktion SÖS/Die Linke gestellt wurde, wollte sich Oelschläger jedoch nicht festlegen. Das könne erst nach der Schlussrechnung beantwortet werden, sagte er, momentan sei man grade mal bei der Ausschreibung. Auch eine mögliche Spanne wollte er aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit nicht nennen. Logisch sei, dass die Miete letztlich höher ausfalle als in dem Altbau, der zuvor hier stand. Sie liege aber auf jeden Fall „deutlich unter dem Markt“. 
Als Zielgruppe nannte er Menschen und Familien mit einem Einkommen, das grade über der Grenze für eine Sozialwohnung liege. Diese Gruppe komme oft zu kurz. Neben den kompakten Grundrissen sollen auch moderne Technik und damit niedrige Betriebskosten zum günstigen Wohnen beitragen. Wie im zunächst geplanten Gebäude sind auch hier „Quartiersräume“ für eine öffentliche Nutzung vorgesehen. Dieser Wunsch war bei der Bürgerbeteiligung im Rahmen der „Sozialen Stadt Gablenberg“ laut geworden. 
Die Stadt hat dem Bau- und Wohnungsverein für Ende September die Genehmigung für das überarbeitete Projekt in Aussicht gestellt. Wenn sich das bewahrheite, könne man ab Oktober weiterbauen und im Frühjahr oder Sommer 2019 das Gebäude fertigstellen, so Oelschläger.  
 
Karin Ait Atmane
Lokales
4.10.2017