Erstmals auf dem Lukasplatz - das Brunnenfest

 
 
 
 
 
 
 
 
Neuer Ort, bewährtes Programm
Drei Schläge hat der Friedenau-Wirt Georg „Schorsch“ Chatzitheodoru gebraucht – dann ist das Fassbier beim Brunnenfest am 9. September auch schon geflossen. Dieses Mal allerdings nicht wie sonst üblich am Eduard-Pfeiffer-Platz, sondern am Lukasplatz, direkt neben der gleichnamigen Kirche. Wobei die Ausnahme zur Regel werden soll. „Wir haben vor, das Brunnenfest dauerhaft auf den Lukasplatz zu verlegen“, erklärte Thomas Rudolph, der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins Stuttgart-Ost: „Hier braucht es keine Straßensperrungen wie am Pfeiffer-Platz, wo für die Anwohner vor dem Brunnenfest dann schon ab freitagabends Parkverbot galt. Aber wir wollen die Anwohner ja nicht ärgern.“ Obendrein spare man so auch Gebühren, der Umzug des Brunnenfests sei also für beide Seiten ein Gewinn. Und der Name passt auch für die neue Location – schließlich kann der Lukasplatz mit einem schönen alten Brunnen aufwarten. 

Den Besuchern der Hocketse hat der neue Veranstaltungsort offenbar zugesagt. Trotz unbeständigen Wetters, mal Regen und mal Sonnenschein, waren die Bierbänke gut besetzt, so dass die Tanz- und Showband Rainbow ihre Songs nicht vor leeren Zuschauerreihen spielen musste. Das Repertoire der Band aus Vaihingen/Enz hatte wohl für jeden und jede passende Hits zu bieten: mal tönte Helene Fischers „Atemlos“ über den Lukasplatz, mal „Unchain my heart“ von Joe Cocker oder ein Stück von Amy Winehouse. Und der ein oder andere Gast hat am Samstagabend zu Füßen des Kirchturms sogar das Tanzbein geschwungen. 
Anders als in früheren Jahren durfte die Band jedoch nicht schon um 12 Uhr, bei Festbeginn, loslegen, sondern erst drei Stunden später. Der Grund: in der Lukaskirche gab sich am frühen Nachmittag ein Hochzeitspaar das Ja-Wort und das denkwürdige Ereignis wollte die Hocketse-Gemeinde natürlich nicht stören. Ansonsten lief beim Brunnenfest aber alles in bewährter Weise. „Das hier ist ein Fest, auf dem man noch eine rote Wurst bekommt und Einfaches genießen kann. Das passt zum Arbeiterbezirk Stuttgart-Ost“, schwärmte Thomas Rudolph über die Hocketse, welche der Handels- und Gewerbeverein vor etlichen Jahren von einem anderen Träger übernommen und weitergeführt hat. „Das Brunnenfest ist eine alte Tradition, die der HGV fortführt“, so Rudolph. Nach dem diesjährigen Testlauf auf dem Lukasplatz werde man im kommenden Jahr noch manches verfeinern, kündigte er an – und 2018 vermutlich ein größeres Zelt für die Gäste aufstellen. 
 
Gelungener Fassanstich: links der HGV-Vorsitzende Thomas Rudolph, rechts Friedenau-Wirt Georg Chatzitheodoru.
Gemütliche Hocketse vor der Kirche. 
Für Live-Musik war gesorgt. Fotos: privat
 
Foto: Ait Atmane