Ausbaufähiges Experiment

Erster langer Samstag in Ost
Der verkaufslange Samstag am 11. November war ein Novum für den Stuttgarter Osten und damit auch ein Experiment. Andrea Klutt von „Der SchuhLaden“ war unterm Strich zufrieden: „Bei mir lief es eigentlich bis halb neun super“, sagt sie. Das habe wahrscheinlich auch an ihrer 20-Prozent-auf-alles-Aktion gelegen – denn ohne Sonderaktion brächten auch Öffnungszeiten außer der Reihe nichts, ist ihre Erfahrung. Über Aktionen müsse man also fürs nächste Mal nachdenken, über die Öffnungszeit – bis 20 oder bis 22 Uhr – auch. 

Aber grundsätzlich ist die Inhaberin des Schuhgeschäfts wieder für einen langen Samstag zu haben. 
Buchhändler Ulrich Schlote sieht die Sache differenziert: An die Kundenzahlen beim verkaufsoffenen Sonntag kam dieser Tag nicht heran, sagt er und gibt zu bedenken, dass die Samstagsöffnung den Inhabern einen wesentlich größeren Zeitaufwand abverlangte als die vier Stunden an einem verkaufsoffenen Sonntag. Das Datum hält Schlote ebenfalls für diskussionswürdig, er würde eher in den Advent oder auch in die warme Jahreszeit gehen, in der man zu so später Stunde auch Familien erreicht. Denn die seien an den offenen Sonntagen immer gern gekommen. 
Weitere Geschäfte hatten bis 20 Uhr geöffnet. Für den Vorsitzenden des Handels- und Gewerbevereins Stuttgart-Ost war der verlängerte Samstag ein erster Versuch, der sich ganz gut angelassen hat. Er solle auf jeden Fall wiederholt und ausgebaut werden, unterstreicht Thomas Rudolph. Am Konzept werde noch gefeilt, so sei beispielsweise eine übergreifende, gemeinsame Aktion der teilnehmenden Geschäfte denkbar.