Verwöhnprogramm für Männer

Neumitglied im HGV Stuttgart-Ost
Was lieben Männer? Die Kundschaft von Jack the Ripper liebt Whisky und Zigarren, Chesterfield-Möbel und Motorräder. Und sie liebt es, sich entspannt unter ihresgleichen verwöhnen zu lassen. In den zweieinhalb Jahren seit der Eröffnung seines Barbershops in der Hackstraße hat Inhaber Ioannis Chronakis sein Geschäftsfeld kräftig ausgeweitet. Jetzt nimmt er sich zusammen mit Geschäftspartner Robert Büscher auch der Frauen an. 

Bärte sind in Mode, Tattoos ebenfalls und Menschen suchen Erlebnisse statt Massenabfertigung. Das alles kann als Erklärung für den Erfolg von Jack the Ripper herhalten. Der gewichtigste Grund aber ist für Ioannis Chronakis: „Wir lieben, was wir tun. Und wenn man etwas mit Liebe und Leidenschaft macht, spüren das die Kunden.“ So interessieren ihn auch bei Bewerbern nicht Zeugnisse und Zertifikate, sondern, dass sie mit Leib und Seele hinter der Sache stehen. Bei ihnen sei der Bart kein Modetrend, sondern eine Lebenseinstellung, sagt der Chef, der seinen Mitarbeitern beibringt, was er damit meint. „Wir haben unsere eigene Handschrift. Ich möchte, dass jeder von uns das gleich macht.“ Auch das Ambiente im Stil der 1920er und -30er-Jahre trägt eine ureigene Handschrift. Das hat mittlerweile mancher Konkurrent kopiert, was Chronakis weniger stört. „Die Leute wissen, wer das Original ist“, sagt er. „Früher oder später wird sich die Spreu vom Weizen trennen.“ 
Tattoos, im Barbershop von Anfang an angeboten, sind mittlerweile in der „Groomink Garage“ in der Hackstraße 2 ausgegliedert. Dort wird auch gepierct und gepflegt: Kosmetikerin Steffi kümmert sich im Kosmetiksalon für Ihn, der aussieht wie eine Werkstatt, um Haut- und Nagelpflege, Peeling oder Handmassage. „Gepflegtes Aussehen ist nicht nur Frauensache!“, betont Robert Büscher. 
Auch Motorraddesigns kann man in der Groomink Garage bestellen oder kaufen. Und draußen auf dem Stöckachplatz sorgen die Jungs mit ihrem dritten Standbein „Roundhouse Burger“ auch für Magenfreuden – die kulinarischen Kreationen aus dem runden Kiosk werden nicht nur von eingefleischten Burger-Fans überschwänglich gefeiert. 
Im nächsten Schritt sind nun die Frauen an der Reihe: Ihr Reich entsteht im bisherigen Friseursalon Härle. Analog zum Barbershop entsteht hier eine Verwöhn-Zone „nur für Ladies“ und unter weiblicher Leitung – ob es um die Frisur geht, um Wimpern, Nägel oder Permanent-Make-up. Neben gängigen Frisuren werde auch „der ganze Rockabilly & Pin-Up-Style“ angeboten, erklärt Büscher, einschließlich „Wasserwelle und so weiter“. Und selbstverständlich gibt es auch hier Drinks, wenngleich eher Gin Tonic als Whisky. aia