Großer Anbau kommt

Aktualisierte Pläne fürs Zeppelin-Gymnasium
Die aktuellen Oberstufenschüler werden nichts mehr vom Neubau am Zeppelingymnasium haben. Aber wenn’s gut läuft, könnte wenigstens der übernächste Jahrgang noch davon profitieren, denn 2021 ist die Fertigstellung des Gebäudes geplant.

Unter Raumnot leidet die Mensa des Zeppelin-Gymnasiums schon lange, ihre Erweiterung beziehungsweise der Neubau haben sich mehrfach verschoben. Die zunächst vorgesehene Vergrößerung im vorhandenen Gebäude haben Brandschutzbestimmungen verhindert, die Pläne für einen Neubau wurden 2016 noch einmal gestoppt, weil ein fraktionsübergreifender Antrag (SPD, 90/Grüne, FW, FDP) im städtischen Verwaltungsausschuss für ein größeres Bauwerk plädierte. Das führte zum Stopp der laufenden Ausschreibungen für die Mensa im Dezember 2016, stattdessen begann die Neuplanung des Bauvorhabens. Nun soll tatsächlich nicht nur eine Mensa mit 150 Sitzplätzen und Küche entstehen, sondern zusätzlich zwei weitere Stockwerke mit Klassen- und Aufenthaltsräumen auf insgesamt knapp 500 Quadratmetern. Die Gesamtbaukosten werden auf 7,25 Millionen Euro einschließlich der Ausstattung der Räume geschätzt. Damit erübrige sich aber die „sehr kostenintensive Sanierung der Außenstelle in der Werastraße“, berichtete Sebastian Bickel vom Schulverwaltungsamt im Bezirksbeirat. Denn insgesamt sieben Klassen der Oberstufe sind derzeit in Räume der ehemaligen Hauswirtschaftlichen Schule im Gebäude Werastraße 138 ausgelagert. 
Die Oberstufe soll mit dem Neubau aufs Schulgelände zurückkommen und erstmals auch eigene Aufenthalts- und Lernräume erhalten. Derzeit gebe es für die Stufen 11 und 12 gar keine Räume, sagte Schulleiter Holger zur Hausen – sie säßen in ihren Pausen in den grade mal auf 16 Grad beheizten Gängen.
Gebaut wird auf dem Schulhof hinter dem Altbau, der derzeit als Kickplatz dient. Irene Köberle (SÖS-Die Linke – plus) bedauerte den Wegfall der Spielfläche, die Schulgemeinde sieht das nüchterner: Fußball sei an dieser Stelle eher störend und unerwünscht, sagte zur Hausen. Von den Kindern geliebt werde aber der Tartanplatz mit Trampolin, der erhalten bleibt. „Es ist uns so, wie es geplant ist, wirklich sehr recht“, unterstrich er. 
Der Bezirksbeirat sprach sich klar für die aktuellen Pläne aus. Wenn alle Beschlüsse gefallen sind, wäre der Baubeginn Anfang 2019 möglich und die Fertigstellung voraussichtlich 2021, so Barbara Blank vom Hochbauamt. 
Derzeit besuchen 590 Schülerinnen und Schüler das Zeppelin-Gymnasium. Die Schule bietet als eines von drei Gymnasien in Stuttgart die Möglichkeit an, das Abitur in neun Jahren (G9) zu absolvieren. Dies ist bei Eltern und Kindern gefragt und hat zu einem Anstieg der Anmeldungen geführt. Auch das Schulverwaltungsamt geht mittlerweile von einer stabilen Dreizügigkeit der Schule aus. Gleichzeitig ist das Zeppelingymnasium eine vom Land anerkannte offene Ganztagesschule und deshalb verpflichtet, ein warmes Mittagessen anzubieten. Die derzeitige Cafeteria ist allerdings für die mittlerweile benötigte Zahl an Essen zu klein. 
 
Hier im Schulhof wird der Neubau erstellt. Foto: aia