Gesamtkonzept gefordert

Dauerthema Verkehr im Stadtteil
Der Straßenverkehr ist ein Dauerthema, nicht nur in Stuttgart-Ost. Hier die Sammlung verschiedener Vorschläge aus den letzten Wochen, die teilweise schon im Bezirksbeirat behandelt wurden.

Einbahnregelung für die Bussenstraße: Die CDU-Fraktion hat im Bezirksbeirat angeregt, dass von der Einmündung in die Hauptstraße bis zur Schwarenbergstraße nur noch aufwärts gefahren werden darf. Als Begründung nannte die Fraktion die enge Fahrbahn und beidseitiges Parken, teilweise in der zweiten Reihe. Außerdem diene die Bussenstraße in Abwärtsrichtung als Schleichweg. Ulrich Gohl von der SPD sprach sich gegen eine Einbahnregelung aus, denn damit beschleunige man den Verkehr. Außerdem zeige die Erfahrung, dass solche Einzelmaßnahmen häufig zum Verdrängen von Verkehr mit nicht absehbaren Folgen führten. Die Abstimmung fiel knapp gegen den Antrag aus.
Tempo 40 in der Albert-Schäffle-Straße: Die CDU-Fraktion hat Tempo 40 für den Abschnitt zwischen Fußgängerampel und dem Bereich bei den Hausnummern 65/74 beantragt. In diesem Bereich liege ein Kindergarten und die Bruder-Klaus-Kirche, er sei zudem ausgewiesener Schulweg. Es werde aber häufig zu schnell gefahren. Dieser Antrag wurde vom Bezirksbeirat einstimmig beschlossen.
Tempo 40 flächendeckend: Die SPD stellt Antrag, im gesamten Stadtbezirk außer in der Ufer- und der Cannstatter Straße die Höchstgeschwindigkeit auf 40 Stundenkilometer zu beschränken.
Außerdem hat die Fraktion in einem Antrag mehr als 100 weitere Einzelvorschläge aufgelistet, die sie im Rahmen eines Verkehrskonzeptes geprüft haben will. Das habe mit einem Konzept nichts zu tun, es sei „eine Auflistung von Maßnahmen, ohne deren Wechselwirkungen zu beachten“, sagte Anke Karmann-Woessner (CDU) dazu. Auch Tobias Kretschmer (FDP) forderte, zunächst das von der Stadt in Auftrag gegebene Gutachten abzuwarten. Die SPD stellte ihren Antrag schließlich zurück, will aber später die einzelnen Vorschläge genauer betrachten. Sie gehen auf Anregungen von Bürgern zurück.
Nachtbus für den Stadtteil Berg: Die Jusos Stuttgart-Ost haben sich dafür ausgesprochen, den Stadtteil Berg im öffentlichen Nahverkehr besser anzubinden. „Berg ist im Gegensatz zum restlichen Stuttgarter Osten nachts vom ÖPNV total abgehängt. Das geht nicht“, so der Juso-AG-Sprecher Kai Müller. Die Jusos Stuttgart-Ost fordern deshalb einen direkten Nachtbusanschluss für den Stadtteil Berg. Darüber hinaus fordern die Jusos eine Überprüfung einer Verlängerung der Buslinie 45 bis zu den Mineralbädern.