Der Aki bekommt 1500 Euro

Überraschende Geschmacksvielfalt 
Vier Hobby-Köchinnen und zwei –Köche haben für den „Aki“ Raitelsberg gewickelt: Der Aktivspielplatz bekommt den Erlös des diesjährigen Krautwickelwettbewerbs in der Friedenau. Knapp 1225 Euro kamen am Wettbewerbsabend im Theater-Restaurant zusammen, der Handels- und Gewerbeverein Stuttgart Ost stockt den Betrag auf 1500 Euro auf. 

Bereits zum 16. Mal hat der Krautwickelwettbewerb stattgefunden, womit er zu einer echten Institution im Osten geworden ist. Einst von Friedenau-Wirt Georg Chatzitheodoru und einigen Stammgästen ins Leben gerufen, ist die Gaudi inzwischen sehr bekannt – und jedes Jahr kann sich ein anderes Projekt oder eine andere Institution im Osten über finanzielle Förderung freuen. Zentrale Akteure sind dabei die teilnehmenden Hobby-Köche und Köchinnen, denen es auch dieses Mal wieder gelang, die Jury mit Geschmack und Können zu überraschen. Eugen Bernhard, Erika Steinhilber, Erika Gutmann, Jana Szyri, Slobodan Milic und Roswitha Altmann hatten schon am Nachmittag bei sich zu Hause in der Küche ihre Wickel vorbereitet. 
Beim Servieren mischte sich dieses Jahr auch ein „Praktikant“ unters Service-Personal: Pfarrer Walter Humm von der Kirche Heilig Geist stellte sich in den Dienst der guten Sache – und das sehr geschickt. Schließlich habe er als Jugendlicher selbst eine Zeit lang Kneipenwirt werden wollen, verriet der Theologe. 
 Schon nach den ersten beiden Rouladen stellte Ralf Groß, der selbst gelernter Koch ist und erstmals als Jury-Mitglied dabei war, fest: „Geschmacklich war einer hervorragend, und auch von der Technik her fast perfekt.“ Thomas Rudolph als langjähriger Juror ist immer wieder überrascht über die Geschmacksvielfalt, wie er sagte. Eigentlich sei er ja eher Rostbratenesser, habe sich aber „mittlerweile mit den Krautwickeln absolut angefreundet“. 
Mit ihrem ausgeklügelten Punktesystem, bei dem Gesamteindruck, Technik, Füllung, Geschmack und auch Soße – „ganz wichtig bei uns Schwaben“, wie Jurorin Lore König anmerkte – beurteilt wurden, kürten die fünf Testesser schließlich Roswitha Altmanns Rezept und Umsetzung zum Spitzenreiter. Die Service-Mitarbeiterin der Friedenau wird damit zum zweiten Mal mit ihrem Namen auf dem Krautwickel-Pokal verewigt. 
Zwischendrin ließ Thomas Gutsche, der wie jedes Jahr die Saaltechnik wie auch die Auswertung in Händen hatte, witzige Krautwickel-Karikaturen über die Leinwand flimmern. Sie stammten von Peter Ruge, dem Schöpfer des Wanderpokals, und von anderen Cartoonisten aus dem In- und Ausland. Der Aki Raitelsberg zeigte eine Präsentation seiner Aktivitäten. Als nächste Projekte wolle man eine Kletterwand bauen und müsse den Reitplatz erneuern, dessen Drainage kaputt ist, berichtete Aki-Mitarbeiter Harry Göhringer. Für eines dieser Projekte wird das Spendengeld verwendet, das am Ende des Abends eingesammelt wurde. Die Friedenau hatte wie jedes Jahr Krautwickel, dieses Mal mit Kartoffelpüree, für alle Gäste gespendet. Diese waren damit aufgefordert, etwas für den guten Zweck zu geben. aia 
Pfarrer Walter Humm servierte gut gelaunt. 
Die sechs Köchinnen und Köche, in der Mitte in Schwarz die Erstplatzierte Roswitha Altmann. 
Friedenau-Wirt Georg Chatzitheodoru übergab den Erlös an Harry Göhringer. Fotos: aia