Keine Angst vor Fernsehtechnik

Ob vor der Schlagerparty am Freitag oder dem Tatort am Sonntag: Wenn der Fernseher ausfällt, ist das ein Notfall, das weiß Frank Schmalzriedt. Und die Technik bietet mit der Digitalisierung zwar unendlich viele neue Möglichkeiten, ist aber auch viel komplizierter geworden. Vor allem ältere Menschen, die nicht in der Welt der Computer zu Hause sind, tun sich damit schwer. Durch diese Beobachtung kam der Elektroniker auf die Idee, einen TV-Service speziell für Ältere und für Menschen mit Einschränkungen zu gründen.

Die Umstellung vom analogen aufs digitale Fernsehen im vergangenen Jahr hat dem Fachmann jede Menge Arbeit beschert: „In der Zeit hat bei mir alle zwei Minuten das Telefon geklingelt.“ Teils brauchten die Kunden einen passenden Receiver, der dann richtig eingestellt und mit der Senderreihenfolge programmiert werden musste. Aber auch unabhängig von großen Umstellungen kann es vorkommen, dass plötzlich alle Sender verschwunden sind oder der Ton fehlt. Wenn der Fernseher stumm bleibt, empfiehlt Schmalzriedt, zunächst die Lautstärkeregelung am Receiver zu überprüfen – ist diese leise gedreht, lässt sich auch mit der Fernbedienung fürs Fernsehgerät nichts machen. 
Es sind immer wieder die gleichen Problemstellungen, die auftreten, und der Gaisburger kennt sie dank seiner langjährigen Erfahrung genau. Er berät gerne auch Altenheime oder Wohngruppen zur bedienerfreundlichen Einrichtung ihrer Fernsehgeräte. Am besten achte man schon beim Kauf auf das geeignete Gerät, rät er auch Privatleuten – auf die neuesten digitalen Schikanen, die sie im Elektrogroßmarkt bekommen, würden viele Leute gerne zugunsten einer übersichtlichen Bedienung verzichten, weiß er. „Ich habe einen speziellen Fragebogen entwickelt, den ich mit den Kunden durchgehe, wenn sie ein neues Gerät wollen“, erklärt Schmalzriedt. Punkt für Punkt wird dabei geklärt, wie groß der Bildschirm sein soll, welche Anschlüsse erforderlich sind und ob besondere Anforderungen – zum Beispiel bei Schwerhörigkeit – vorliegen: „So kann der Kunde sicher sein, dass für ihn wirklich das beste Gerät rauskommt“.
Weil der Service immer direkt zu Hause bei den Kunden erfolgt, kann sich der Fachmann die örtlichen Gegebenheiten anschauen. Wenn Reparaturen anfallen, nimmt er gegebenenfalls das Gerät mit in seine kleine Werkstatt. Auf ein Ladengeschäft verzichtet er allerdings, denn angesichts der Gerätevielfalt sei es kaum möglich, eine sinnvolle Auswahl zu treffen, sagt er. Wenn klar ist, welcher Fernseher der richtige ist, sei der schnell besorgt. Die Altgeräte nimmt Schmalzriedt dann auch zur fachgerechten Entsorgung mit. Zu erreichen ist der Senioren-TV-Service unter Telefon 39160274. 
 
Karin Ait Atmane 
Handel 
20.2.
Foto: privat