Bürgerhaushalt 2019

Sechs Vorschläge für den Osten
Die Bürgerinnen und Bürger haben gewählt und damit entschieden, welche Vorschläge aus dem Bürgerhaushalt von der Verwaltung näher geprüft werden. Insgesamt werden 130 Projekte genauer angeschaut: zum einen die 100, die am häufigsten mit „gut“ bewertet wurden, hinzu kommen die beiden meistgenannten Vorschläge aus jedem Stadtbezirk. Wenn die Verwaltung geprüft hat, wird der Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsplanberatungen über die Vorschläge beraten und beschließen. 

Unter den „Top 130“ ist sind sechs Projekte, die explizit dem Stuttgarter Osten zugeordnet sind. Wir führen sie kurz auf, mit der ausführlichen Begründung und Kommentaren können sie im Internet nachgelesen werden unter www.buergerhaushalt-stuttgart.de/ergebnis/top_130. Dort kann man den Stadtbezirk angeben und bekommt dann die entsprechende Auswahl an Vorschlägen. 
Platz 12: Erweiterung der Schulmensa des Wagenburg-Gymnasiums. Das Wagenburg-Gymnasium brauche dringend eine größere Mensa, die den Kindern und Jugendlichen ein gesundes Mittagessen bietet. Die derzeit 54 Plätze seien zu wenig, der Platz in der Küche und an der Ausgabestelle zu knapp. Deshalb vergehe oft die Mittagspause mit Schlangestehen, viele Schülerinnen und Schüler behälfen sich auch mit teuren und weniger gesunden Alternativen. Der Vorschlag regt einen Neubau mit neuen Räumen im rückwärtigen Schulhof an. 
Platz 37: Die Abendöffnungszeiten für Bäder, unter anderem das Leo-Vetter-Bad, soll erhalten werden. 
Platz 55: Mehr Radwege schaffen, sodass man besser durch die Stadt kommt, zum Beispiel von Stuttgart-Ost nach Zuffenhausen. Derzeit müssten Radfahrer oft auf Gehwege ausweichen. Mehr Radverkehr würde helfen, den Feinstaub zu reduzieren. 
Platz 87: Villa Berg sanieren. Trotz einer groß angelegten Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Villa Berg, die vor mehr als zwei Jahren mit einem eindeutigen Votum der Bürger zu Ende ging, wurde bis heute kein Beschluss zur Sanierung gefasst. Dieses „historisch unglaublich bedeutende“ Gebäude müsse jetzt saniert und den Bürgern wieder zugänglich gemacht werden!
Platz 92: Entlang der Landhausstraße zwischen Raitelsbergstraße und Ostendplatz sei reichlich Platz für die Pflanzung von Bäumen. Hier müssten nicht einmal Parkplätze entfallen, weil dort keine sind. Das würde gerade im Sommer für eine angenehmere Aufenthaltsqualität sorgen und Feinstaub aufnehmen.
Platz 94: Leo-Vetter-Bad nicht schließen. Auch viele weitere Vorschläge in den Top 130 beziehen sich auf das neue Bäderkonzept und appellieren, die Öffnungszeiten und Nutzungsmöglichkeiten der Bäder nicht zu verringern. 
Auch bei zahlreichen Vorschlägen für Gesamt-Stuttgart, die in den Top 130 gelandet sind, ist der Osten natürlich mitbetroffen. Viele davon betreffen die Preise und das Angebot öffentlicher Verkehrsmittel, die Öffnungszeiten der Bäder, Radwege oder Sauberkeit und Müll in der Stadt. Auf Platz eins aller Vorschläge mit 4445 Gut-Bewertungen landete übrigens die Neckarwelle, die bereits beim Bürgerhaushalt 2017 ziemlich weit vorne war und mit einer Machbarkeitsstudie geprüft wurde. Sie müsse jetzt umgesetzt werden, damit es 2020 heiße: „Stuttgart surft!“, fordern die Vorstände des Vereins Neckarwelle, die den Vorschlag eingestellt hatten.  aia